potentiale der elektromobilität
Die Elektromobilität bietet gegenüber dem auf Verbrennungsmotoren basierenden Verkehr große ökologische Vorteile: Der Verkehrssektor in Deutschland ist zu 94% von fossilen Energieträgern abhängig, die überwiegend importiert werden. Da die Ressourcen jedoch begrenzt sind, ist künftig mit Preisanstiegen zu rechnen. Gleichzeitig ist der Verkehrssektor derzeit für 18% des Ausstoßes an Kohlendioxid in Deutschland verantwortlich bei weiter steigender Tendenz. Der Einsatz elektromotorischer Antriebe führt zu einem breiteren Energiemix im Straßenverkehr und vermindert die Abhängigkeit von Erdölimporten. Wird dabei Strom aus kohlendioxidarmer Erzeugung wie erneuerbaren Energien verwendet, verringert sich der CO2-Ausstoß signifikant.
Moderne Elektroautos verbrauchen für eine Strecke von 100 Kilometern durchschnittlich etwa 10 bis 20 Kilowattstunden Strom. Das entspricht dem Energiegehalt von ca. 1 bis 2 Litern Benzin.
Ein Elektroauto, das rund 15 Kilowattstunden Strom (ca. 1,5 Liter fossiler Kraftstoff) verbraucht, stößt somit 97,5 Gramm CO2 pro Kilometer aus, wenn der durchschnittliche deutsche Strommix (überwiegend Kohle-, Erdgas- und Atomstrom, 14% erneuerbare Energien, 650 Gramm CO2/kWh) zugrunde gelegt wird. Damit würde der von der EU für 2012 vorgegebene Grenzwert von 130 g CO2 pro Kilometer schon um mehr als ein Viertel unterschritten werden. Wird dasselbe Elektroauto statt mit konventionellem Strommix mit Strom aus Windkraftanlagen "betankt", verringern sich die CO2-Emissionen auf nur noch 3 bis 4 Gramm CO2 je Kilometer.
Rein elektrisch angetriebene Fahrzeuge verursachen weniger Lärm und emittieren aufgrund des fehlenden Verbrennungsprozesses keine lokalen Schadstoffemissionen. Sie können dazu beitragen, die Luft- und Lebensqualität in Ballungszentren zu verbessern.
Elektrisch betriebene Fahrzeuge bieten ein großes Potential zur Veränderung bisher bekannter Mobilitätsstrukturen. Die Attraktivität von Elektro-Kleinwagen erhöht sich durch die Weiterentwicklung hochleistungsfähiger Batterien und Antriebe insbesondere im Bereich der alltäglichen kurzen Wege. Ein ansteigender Trend zu elektrisch betriebenen Zweirädern wie Pedelecs (Fahrräder mit elektrischem Hilfsantrieb) und Elektrorollern ist bereits sichtbar.
Auf vier Rädern wird sich als "Übergangsmodell" vom fossilen Verbrennungsmotor zum Elektromobil der Hybridantrieb weiter durchsetzen. So können beispielsweise kleine Verbrennungsmotoren als Generator für den Elektroantrieb dienen (so genannte Range-Extender). Dadurch wird die bisher stark eingeschränkte Reichweite der Elektrofahrzeuge deutlich erhöht. In einigen Jahren könnte die Energieerzeugung für den Elektroantrieb dann mit Brennstoffzellen statt Verbrennungsmotoren realisiert werden.
Ist eine große Anzahl elektrischer Fahrzeuge regelmäßig mit dem Stromnetz verbunden, bietet sich die Möglichkeit, die Ladevorgänge so zu steuern, dass Schwankungen im Stromnetz abgemildert werden. Perspektivisch können viele Elektrofahrzeuge gemeinsam sogar die Funktion eines Kurzzeitspeichers übernehmen und so die Integration eines hohen Anteils erneuerbarer Energien vereinfachen.
Quelle der Informationen und Abbildungen:
www.unendlich-viel-energie.de
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